Neuer Fitnessparcours in Wollmatingen

Die ersten Geräte des neuen Bewegungspark in Wollmatingen stehen. Der Altenhilfeverein hat den Bau ermöglicht. Vorsitzende Luise Mitsch testet ein Gerät bei einem Termin mit Dieter Pfirsig (Altenhilfeverein), Herbert Schmitz (Stadt Konstanz), Jürgen Saegert (Mein Platz im Alter), Brigitte Bamann (Altenhilfeverein), Andreas Hoffmann (TBK) und Erika Frey (Altenhilfeverein). Bild: Claudia Rindt

Die ersten Geräte des neuen Bewegungspark in Wollmatingen stehen. Der Altenhilfeverein hat den Bau ermöglicht. Vorsitzende Luise Mitsch testet ein Gerät bei einem Termin mit Dieter Pfirsig (Altenhilfeverein), Herbert Schmitz (Stadt Konstanz), Jürgen Saegert (Mein Platz im Alter), Brigitte Bamann (Altenhilfeverein), Andreas Hoffmann (TBK) und Erika Frey (Altenhilfeverein). Bild: Claudia Rindt

 

  • Altenhilfe will Senioren in Schwung bringen
  • Verein und Stadt setzen auf Geräte im Freien

Für Kinder hat Konstanz Spielplätze und für Jugendliche und Erwachsene eine steigende Zahl an Fitnessparcours: Zwischen der Halle Wollmatingen und dem Schwaketenbad entsteht dank des Altenhilfevereins gerade ein weiterer. Zehn Geräte und eine Fitnesstreppe sollen künftig für Bewegungsübungen und den Aufbau von Muskeln bereit stehen und Jung und Alt zum Training motivieren. „Das ist auch für junge, fitte Leute“, sagt Herbert Schmitz, zuständig für Spiel- und Freizeitflächen bei der Stadt Konstanz. Für ihn gehört der neue Fitness-Parcours zu den Bemühungen der Stadt, an deren Rändern die Erholungszonen zu stärken und flächendeckend die Bewegungsangebote auszubauen.

Der Altenhilfeverein legte sich ins Zeug, um den neuen Fitnesspark mit angeschlossenem 3000-Schritte-Pfad in Wollmatingen zu ermöglichen. Er brachte 50000 Euro für zehn Stahlgeräte auf, die nach physiologischen Erkenntnissen entwickelt wurden und als sehr stabil und wartungsarm gelten. Es sei nicht einmal notwendig, diese ständig zu schmieren, sagte Andreas Hoffmann von den Technischen Betrieben Konstanz (TBK) auf Nachfragen. Um den Einbau kümmern sich die Stadt Konstanz und die TBK. Der Wert der Eigenleistungen liege bei weiteren etwa 50000 Euro betont Schmitz. Er mahnt: „Wer öffentliches Invetar zerstört, richtet immensen Schaden an.“

 Die Technischen Betriebe errichten ergänzend zu den Sportgeräten aus Stahl eine Fitnesstreppe und eine Sitzgruppe. Die neuen Geräte belegten einen Grünstreifen, der bisher vor allem als Hundeklo genutzt wurde, wie Herbert Schmitz sagt. Er hofft, dass Hundebesitzer Rücksicht nehmen, und mit den Tieren einen Bogen um den künftigen Freiluftpark für die Fitness machen.

Die Geräte sind flexibel nutzbar, je nach körperlicher Verfassung. Auf dem neuen Parcours in Wollmatingen wird es zwei Linien geben: Eine mit Fallmatten und eine ohne diese. Auf der Seite mit den Schutzmatten stehen Geräte, an denen sich voraussichtlich eher jüngere Menschen mit akrobatischen, körperlich herausfordernden Übungen austoben können, auf der anderen Seite stehen die Kraft- und Ausdauergeräte für alle. Die Technischen Betriebe werden noch Bäume setzen, die den Fitnesstreibenden Schatten spenden sollen.

Hinter dem neuen Bewegungspark steht eine Initiative des Altenhilfevereins. Die Vorsitzende Luise Mitsch setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass alle Generationen in Bewegung kommen. Mit den frei zugänglichen Bewegungsangeboten auf öffentlichen Plätzen will sie auch Bürger erreichen, die nie ein Sportstudio betreten würden. Sie will Senioren in Schwung bringen, aber auch Austausch und Gemeinschaft zwischen Alt und Jung schaffen. Im Jahr 2016 hatte der Altenhilfeverein schon auf dem Schänzleareal im Paradies den Aufbau eines Bewegungsparks ermöglicht. Jetzt folgt der in Wollmatingen. Luise Mitsch ist überzeugt: „Sport ist die beste Medizin.“

Das Thema Erhalt der Fitness beschäftigt den Verein seit Jahren. Er hat unter anderem schon Bewegungskurse für Hochbetagte unterstützt, Heime mit Spezialrädern ausgestattet, auf denen sich auch gebrechliche Menschen sicher bewegen können und einen 3000-Schritte-Pfad durchs Paradies gelegt. Bei seinen Projekten für mehr Bewegung kooperiert der Altenhilfeverein mit Experten der Sportwissenschaften an der Universität Konstanz und dem Sportamt der Stadt. Luise Mitsch arbeitet schon an einem neuen Projekt: Eine Kneipp-Anlage am See.

Je mehr Freiluft-Parks für Fitnesshungrige entstehen, desto geringer werde die Schwelle, diese anzunehmen, ist Herbert Schmitz überzeugt, der Mann für die Spiel- und Freizeitflächen bei der Stadt Konstanz . Der Fitnesspark im Paradies werde schon rege genutzt, ebenso der an der Gemeinschaftsschule mit Angeboten vor allem für junge Nuzer. Dieser bietet Spielfelder, eine Kletter-Wand und Stangen für Kraft und Akrobatikübungen. Auch gut genutzt sind der Bewegungsparcours an der Thermalwiese und die auf private Initiative erneuerte Trimm-Dich-Anlage im Lorettowald. Ein weiterer Fintesspark ist in Litzelstetten entstanden. Über die Nutzungsintensität dieser Anlage kann Herbert Schmitz noch nichts sagen. Der erste Fitnesspark für alle Generationen war schon vor Jahren in der Mannheimer Strasse entstanden. Dieser werde nicht so gut angenommen, sagt Herbert Schmitz. Er geht davon aus, dass dies nicht weniger mit der Geräteausstattung, sondern vielmehr mit der Akzeptanz zusammen hänge. „Die Leute müssen sich erst daran gewöhnen.“

Altenhilfeverein:

Der Altenhilfeverein setzt sich vielfältig für Senioren in der Stadt ein. Er schafft er Angebote, die Senioren helfen, körperlich und geistig fit zu bleiben. Unter anderem ermöglicht er musik- und maltherapeutische Stunden für Heimbewohner. Damit Senioren möglichst lange in den eigenen Vierwänden bleiben können, unterhält der Altenhilfeverein ein Netz an Haushaltshelfern. Der Bewegungsparcours in Wollmatingen ist finanziert. Das nächste Projekt des Altenhilfevereins aber schon in Planung. Am See soll eine Kneippanlage entstehen. Wer dieses oder andere Projekte des Altenhilfevereins unterstützen möchte, kann spenden:

IBAN: DE65 6905 0001 0000 7937 78

Text: Claudia Rindt

 

 

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